• Cornelia Härtl

Kaffeepause mit Doro Staub



Doro Staub - Foto: privat



Kleine Auszeiten steigern unsere Kreativität. Aber wie geht Pause richtig? Nämlich so, dass wir auftanken, uns danach erholt und fit fühlen, unser Arbeitspensum mit frischer Kraft angehen? Das möchte ich von meinen spannenden Gästen wissen.



Heute mit Doro Staub, Mentorin für Hamsterrad-Aussteigerinnen



Liebe Doro,


Kaffee oder Tee?


Klarer Fall: caffè, also Espresso. Ich wohne in Italien und liebe die Momente, wenn ich Bekannte auf der Strasse antreffe und sie rasch fragen: „Caffè?“, und dann geht man zusammen in die Bar, trinkt den kleinen Schluck Espresso (mit Zucker, selbstverständlich), und schon ist man wieder unterwegs. Das unterbricht die Routine und gibt einen grossartigen Kick für die nächste Arbeitsphase.


Was für ein Pausentyp bist du?


Bei der Arbeit mache ich eine kurze Kaffee-Pause, wenn ich merke, dass ich mich nicht mehr gut konzentrieren kann. Ich mag keine Vorgaben, wann Pausenzeit ist. Mein Körper meldet sich, wenn er Erholung braucht, und das respektiere ich (meistens) gerne.


Welche Art von Pausen sind für dich am erholsamsten?


Während der Arbeit reichen mir 10 Minuten auf der Terrasse mit einem Kaffee, da erhole ich mich bestens. Mein Pausenbedürfnis hat sich für mich stark verändert, seit ich selbständig bin und meine Arbeit liebe. Als Angestellte konnte ich nicht genug kriegen von Pausen. Das zeigt wieder, wie wichtig es ist, eine Arbeit zu machen, die wirklich zu einem passt und die man gern macht.


Wo entspannst du am besten?


In Bewegung in der Natur. Ich gehe sehr gern joggen oder auf Wanderungen auf den Küstenwegen, und ich bin fast täglich auf dem Fahrrad. Da lüfte ich meinen Kopf aus, und Ideen können mir zufliegen. Nach körperlicher Bewegung bin ich im Kopf wieder frisch und voller Tatendrang.


Sonst noch einen Trick zum Thema „Auftanken“ auf Lager?


Ich habe festgestellt, dass ich je nach Phase sehr unterschiedlich auftanke. Mal ist es, wenn ich bei der Arbeit im Flow bin, mal wenn ich nur faul am Strand herumliege, und dann wieder auf einer zügigen Bergwanderung. Der Trick ist wohl zu erkennen, was jetzt gerade dran ist – also immer gut auf die Körpersignale zu hören.


Vielen Dank!


Doro Staub arbeitete über 20 Jahre lang als Bibliothekarin, wurde aber im Schweizer Büroalltag nie so richtig glücklich. Ihr fehlten die Bewegung in der Natur, Wärme und das Meer. Mit 45 Jahren machte sie sich selbständig und hilft heute Frauen, sich aus einer freudlosen Job-Situation zu befreien und ihr selbstbestimmtes (Arbeits-)Leben zu kreieren. Sie lebt mit ihrem Partner in Italien – an der Wärme am Meer, selbstverständlich.


Sie hat geschafft, wovon viele nur träumen: Aus dem beruflichen Hamsterrad aussteigen und genau das tun, was zu ihr passt, sie glücklich macht. Und das auch noch im sonnigen Süden, in einer der schönsten Gegenden Italiens. Jetzt unterstützt Doro andere dabei, ihren Weg zu gehen. Mehr über sie auf ihrer Webseite.




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