• Cornelia Härtl

Kaffeepause mit Christian Blees


Christian Blees. Foto:(c) Dirk Hasskarl





Kleine Auszeiten steigern unsere Kreativität. Aber wie geht Pause richtig? Nämlich so, dass wir auftanken, uns danach erholt und fit fühlen, unser Arbeitspensum mit frischer Kraft angehen? Das möchte ich von meinen spannenden Gästen wissen.



Heute mit Autor und Journalist Christian Blees



Lieber Christian,



Kaffee oder Tee?


Im privaten Umfeld ausschließlich Tee, am liebsten Earl Grey mit etwas Milch. In der kälteren Jahreszeit geht abends auch mal ein Pfefferminztee mit Honig. In Cafés oder Restaurants wechsele ich dagegen in der Regel zu Milchkaffee, da dort meist nur Teebeutel-Tee zu oft unverschämten Preisen angeboten wird. Den Milchkaffee wiederum mag ich möglichst süß. Bis heute ist es mir ein komplettes Rätsel, wie jemand ungesüßten, schwarzen Kaffee trinken kann!



Was für ein Pausentyp bist du?


Sagen wir es mal so: Ohne regelmäßige Pausen geht nichts. Konkret: mittags gegen eins sowie abends gegen sechs sollte bei mir eine mindest halbstündige Pause stattfinden. Es sei denn, ich bin mittendrin in einer extrem kreativen Phase. Dann ackere ich auch schon mal durch, ohne nach links, rechts oder auf die Uhr zu schauen.



Welche Art von Pausen sind für dich am erholsamsten?


Wie ich die Pausen fülle, hängt von der jeweiligen Situation und Tagesform ab: essend und/oder trinkend, lesend, kommunizierend...oder einfach nur gehend oder radelnd an der frischen Luft.



Wo entspannst du am besten?


Zuhause im Lesesessel sowie auf der Terrasse im Kleingarten, mitten in Berlin. Wenn dann noch halbwegs Ruhe herrscht (keine hupenden Autos oder lärmenden Rasenmäher) und ich zudem auch noch Zugriff auf ein leckeres Getränk habe (es muss nicht immer Tee sein), ist es perfekt.



Sonst noch einen Trick zum Thema „Auftanken“ auf Lager?


Eine Stunde Schlaf wirkt diesbezüglich manchmal Wunder. Zumindest bei mir.



Was fällt dir noch zum Thema ein?


Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass eine Pause durchaus auch schon mal einen ganzen Tag dauern darf - selbst dann, wenn ein Abgabetermin bedrohlich naht. Denn ich spüre, wenn mich die Muse einfach nicht küssen will. Dann lasse ich es lieber gleich ganz sein und gönne mir einen Tag Entspannung. Am nächsten Morgen ist die Kreativität garantiert zurück.


Vielen Dank!




Christian Blees wurde im Westerwald geboren und wuchs mit zwei Brüdern auf: einer ist fünf Minuten älter, der andere sechs Jahre jünger. Schon im Ferienlager beteiligte sich der kleine Christian an einer Zeitungs-AG (damals wurde noch mit Matrizen- beziehungsweise Spiritusdrucker hantiert!), später dann an Klassen- und Schülerzeitungen. Insofern war der Weg in den Journalismus früh vorgezeichnet. Bereits während des Studiums der Publizistik, Politik- und Theaterwissenschaften an der FU Berlin verdingte sich Christian Blees als freiberuflicher Autor, zunächst vor allem für Tageszeitungen. 1992 erschien sein erstes Buch: LAUREL & HARDY - IHR LEBEN, IHRE FILME. Das erste original deutschsprachige Werk über die beiden Komiker überhaupt (!) erreichte fünf Auflagen und verkaufte sich rund 12.000 mal. Leider blieb dem mit ähnlicher Leidenschaft erstellten Werk PHÄNOMEN ALBA (über den Berliner Basketball-Proficlub) Mitte der 1990er Jahre ein vergleichbarer Erfolg versagt. Und da bekanntermaßen alle guten Dinge drei sind, folgt im Sommer 2022 die Veröffentlichung eines Buches über die legendäre Comicfigur PHANTOM, den ersten "Superhelden" der Comicgeschichte.


Seine Freizeit verbringt Christian Blees gerne in Kinos, in Kneipen und im Kleingarten. Zu seiner bevorzugten Lektüre gehören neben Comics englischsprachige Kriminalromane, hier wiederum vor allem die Werke des US-Amerikaners Nelson DeMille.




Mehr über Christian Blees: www.journalistenbuero-berlin.de


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